
Christopher Street Day / jÖrg
Auch dieses Jahr find in Berlin wieder der Christopher Street Day statt. Und wie immer fand dieser eine rege Beteiligung. So gab es einen großen Umzug mit vielen Wagen und Menschen in schrill-bunten Kostümen. Dabei handelte es sich in den Kostümen vorrangig um Schwule, Lesben und Transsexuelle die sich für ihre Rechte stark machen wollte. So werden in Deutschland immer noch viele Homosexuelle diskriminiert und ausgeschlossen. Genau darauf will der CSD jedes Jahr aufmerksam machen und zählt somit auch zu eine der größten Veranstaltungen in Deutschland für genau diese Zielgruppe. Insgesamt 700 000 Besucher waren anwesend und bewunderten dieses bunte Treiben.
So ging es beim diesjährigen CSD vor allem um die Homosexuellenfeindlichkeit im Sport. Dies war ganz praktisch, da der CSD einen Tag zuvor, also unmittelbar vor der Frauen WM stattfand. Somit stand ein sportliches Großereignis vor der Tür, was dem Motto sicher half. So sprachen viele davon, dass immer noch viele Homosexuelle im Sport diskriminiert werden. So ist Homosexualität vor allem im Männerfußball immer noch ein Tabuthema und es gibt keinen einzigen bekannten Bundesligaspieler der homosexuelle ist. Oder dies zumindest bekannt gibt. Ein Outing ist im Profifußball viel zu gefährlich, da es keine wirklich vergleichbaren Beispiele gibt und die betroffene Person wahrscheinlich ihren Status verlieren würde.
So sprach Klaus Wowereit auf der Abschlusskundgebung davon, dass in den vergangenen zehn Jahren viel für die Rechte Homosexueller getan wurde, dies aber definitiv so weiter gehen muss und nun nicht stagnieren darf. Er sprach sich auch dafür aus, dass eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichgestellt werden und somit mehr Rechte erfahren.
Erfreulich ist, dass der ganze Umzug laut Polizei ohne Zwischenfälle stattfand und es zu keinerlei Übergriffen kam.