Frisch verheiratet © Arrow Studio - Fotolia.com

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Wieder sorgen harte Aussagen von Papst Benedikt XVI für Konroversen. Seine konservative Einstellung ist allgemeinhin bekannt. Doch nun kam es zu einer verschärften Kritik der gleichgeschlechtlichen Ehe. Die homosexuelle Gesellschaft kämpft für gleiche Rechte bezüglich einer ehelichen Verbindung und das Recht auf die Adoption eines Kindes. Was in den USA in manchen Bundesstaaten schon erlaubt ist, stösst in Deutschland und im katholisch geprägten Europa nach wie vor auf Hindernisse.

So ging aus der jüngsten Stellungnahme des Papstes hervor, dass eine solche Verbindung zwischen Frau und Frau oder Mann und Mann nicht nur ein moralisch absolut zu verurteilendes Konzept sei, sondern, dass die Gesellschaft auf Grund solcher Ehen gefährdet wäre. Dass Mann und Frau zusammengehören, habe nicht nur eine konventionelle Relevanz, sondern sei wichtig für eine intakte Gesellschaft. Gleichgeschlechtliche Ehen untergraben jedoch dieses Fundament und führen auf Dauer zu einer gesellschaftlichen Degeneration. Viele Papstkritiker und Anhänger der Homosexualität fühlen sich vor den Kopf gestossen. Was jahrelange Genderstudies und Gleichberechtigungsideen aufgebaut haben, wird hier im Eilflug durch das führende Wort des katholischen Konservativismus wieder abgerissen. Die Ideen des Papstes muten mittelalterlich an und scheinen auch keinen nachvollziehbaren Bezug mehr zum Zeitgeist herstellen zu können. Nach wie vor wehrt sich der Vatikan wehement gegen die Praktik der Abtreibung. Es ist nachvollziehbar, dass eine strenge Exegese der katholischen Glaubensschriften einen solchen Schluss zulassen und begründen. Allerdings wünscht man sich gerade von der Kirche einen moderneren Umgang mit diesen Schriften, um den Glauben fern von menschenverachtenden Dogmen wieder etwas zu neuem Glanz zu verhelfen, anstatt Angriffsfläche für Ablehnung und Feindschaft zu bilden.

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