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  Dickinson, Emily:
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Emily Elizabeth Dickinson wurde am 10. Dezember 1830 als Tochter eines Kongressmitglieds in Amherst (Massachusetts) geboren und wuchs in puritanischen Verhältnissen auf. Danach besuchte sie die Amherst Academy und eine Jahr lang das Mount Female Holyoke Seminar, kehrte aber aus Heimweh zurück.

Mit 30 Jahren zog sie sich plötzlich gänzlich von gesellschaftlichen Leben zurück - selbst ehemals gute Freunde wurden nicht mehr ins Haus gelassen und mussten durch die geschlossene Tür mit ihr kommunizieren - und lebte bis zu ihrem Tod vollkommen zurückgezogen und häuslich.

In dieser Zeit entwickelte Emily Dickinson ihren indivieduellen Stil, der genaue Naturbeschreibung mit nahezu mystisch-ekstatischer Gedankenwelt vermischt. Hierbei wurde sie vor allem von den Metaphysical Poets und dem Puritanismus ihrer Jugendzeit geprägt. Auch ihre Bewunderung für William Blake, George Eliot, Robert und Elizabeth Barrett Browning sowie für John Keats kommt hier zum Ausdruck. Themen sind menschliche Vereinzelung, Schmerz, Angst und andere existentielle Grenzsituationen.

1852 schreibt die sensible Lyrikerin ihrer Freundin Susan Gilbert einen Liebesbrief: "Susie, verzeih mir, für jedes Wort das ich sage - mein Herz ist voll von dir, niemand anders als du bist in meinen Gedanken." Die Liebe zu Gilbert inspiriert zahlreiche der Gedichte der Dickinson.

Emily Dickinson starb am 15. Mai 1886. Zu Dickinsons Lebzeiten wurden nur sieben Gedichte veröffentlicht, und das in redigierter Form und gegen ihren Willen; lediglich in Briefen an Freunde hatte sie Zeilen eingeflochten. Nach ihrem Tod fand Dickinsons Schwester Lavinia im Nachlass von der Dichterin handgebundene Bücher mit mehr als 1700 Gedichten sowie Gedichtfragmente.
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