|
|
| |
Folkerts, Ulrike:
 
zurück
|
|
Ulrike Folkerts, geboren am 14. Mai 1961, wuchs als mittleres von drei Kindern in Kassel auf und studierte ab 1982 fünf Jahre lang an der Hochschule für Theater und Musik in Hannover. Es folgte ein Engagement am Staatstheater Oldenburg und 1987 eine Rolle in dem ZDF-Fernsehfilm Das Mädchen mit den Flugzeugen. 1989 schließlich tritt sie ihren Dienst beim Tatort als Hauptkommisarin Lena Odenthal an. Eine Rolle, in der sie noch heute zu sehen ist.
Ulrike Folkerts und ihrem Kollegen Andreas Hoppe (als Italodeutscher Kommisar Mario Kopper) ist wohl auch der anhaltende Erfolg der SWF- Tatortreihe zuzuschreiben. Schließlich dürfen sich die beiden Schauspieler über das jüngste Publikum innerhalb der ARD-Krimireihe freuen. Parallel dazu war Folkerts, die auch weiterhin auf der Bühne ihr Können unter Beweis stellt, als Gaststar in einigen TV-Serien sowie zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen, wie zum Beispiel Nur über meine Leiche (1994), Der kleine Unterschied (1998) oder Männer und andere Katastrophen (1998), zu sehen. Es war jedoch die Rolle der Lena Odenthal, die ihr zwei Nominierung für die "Goldene Kamera" einbrachte (1991 in der Kategorie "Nachwuchsschauspielerin" und 1998 als "Beste Fernsehkommissarin".
Ihren Auftritt als Jurymitglied beim "Grand Prix Cologne 1999" (dem lesbiSCHwulen Gesangswettbewerb in Köln) nahm die BILD-Zeitung zum Anlass, sie mit einer Outing-Story auf die Titelseite zu bringen und das obwohl die begeisterte Schwimmerin bereits 1996 bei den Gay Games in New York und zwei Jahre später bei den Euro- Games in Berlin aufgetreten war und aus ihrer Homosexualität kein Geheimniss gemacht hatte. Ihrer Popularität tat dieses verspätete Outing in der Regenbogenpresse ebenfalls keinen Abbruch. Zwar bescheinigte ihr Theaterregissuer Uli Simontowitz (in der BILD-Zeitung), dass sie jeden Frauentyp verkörpern könne, trotzdem wehrte sich Folkerts lange Zeit gegen die Absichten der Tatort-Autoren, nach der Outing-Story auch ihre Rolle Lena Odenthal lesbisch werden zu lassen. Der Grund: sie wollte vermeiden, auf ausschließlich lesbische Rollen festgelegt zu werden. Im Sommer 2001, pünktlich zur CSD-Saison jedoch war es endlich soweit und es kam in einem vielgelobten "HipHop-Tatort" zum Kuss zwischen der Kommissarin und einer Frau.
|
|