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Buchvorstellung: „La Danza Mortale“
| Autorin: |
Anja Kümmel |
| ISBN: |
3-937536-49-3
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| Info: |
Paperback 282 Seiten 12 x 20cm |
| Homepage: |
www.ubooks.de
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| Bestellung: |

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Kurz-Info:
La Danza Mortale ist ein leidenschaftlicher Roman über den Tanz, die Heimatlosigkeit und die Liebe zwischen Frauen. Düster, kompromisslos und bisweilen analytisch entführt die Autorin Anja Kümmel den Leser auf eine bizarre Reise durch Spanien und den USA.
Die Autorin:
Die Autorin Anja Kümmel wurde 1978 in Karlsruhe geboren und schreibt Prosa & Lyrik, seit sie das Alphabet gelernt hat. Sie studierte Women’s Studies und Spanisch in Los Angeles & Madrid und lebt zur Zeit in Hamburg. Nach einigen Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien entstand im Jahre 1999 ihr erster Roman La Danza Mortale.
Leseprobe:
... Immer wartete sie, jedes Mal, seit ihre müden Augen, die für Gramma Jewel im Dunkeln lagen, sich nicht mehr losreißen konnten von den blauen Lettern, dass es ausging, doch jedes Mal ging es wieder an, wie mit allerletzter Kraft, die die Birne dahinter noch aufbringen konnte, ein elektrisches Knistern, dann – Knack! Eine Sekunde helles Blau, bis das Flackern wieder einsetzte, und es setzte sich fort in Hope, in allen ihren Gliedern, in allen ihren Adern spürte sie das Knistern trotz ihrer Müdigkeit. Es war ein durchscheinendes Blau, wie die Augen eines Kürbiskopfes, so hell von innen heraus, oder wie eine Kerzenflamme, die riesig verzerrt wird und hundertfach gespiegelt in einer bauchigen Weinflasche. Nicht wie das Blau, das Hope immer trug, in dem sie sich wohlfühlte. Dunkles navyblau, stumpf wie eine Mauer, undurchsichtig wie ein Spiegel - man glaubt, dahinter gehe es weiter, doch alles, was kommt, ist eine flache schwarze Scheibe. Nichts, was sie anziehen würde, war so schwammig und himmelweit und himmelhell wie dieses Südseeblau des defekten Neonschriftzugs, in das man doch trügerischer Weise immer wieder glaubt eintauchen zu können wie in sich kinderleicht zerteilendes Wasser ...
Lesweb.de-Rezension:
Hope, eine begeisterte Flamencotänzerin, zieht den Leser in eine dichte, düstere, voller Musik und Tanz beherrschende Welt. Sie hat ihr Leben dem Tanz verschworen, den Augenblick des Seins. Sie liebt die Musik, den Ausdruck ihres schwebenden Körpers, Musiker mir Herz.
Sie lernt auf ihrer Tour durch Spanien die androgyne Inès kennen. Verlebt mir ihr schöne Stunden und bleibt jedoch im Herzen allein.
Auf ihrer Reise zum Glück findet sie unverhofft die geheimnisvolle Lilian, die ihr das Gefühl gibt, endlich am Ziel angekommen zu sein. Doch Hopes unbekannte Krankheit vollzieht mir ihr am Ende den "sterblichen Tanz".
Anja Kümmels Roman ist schwarz, dicht und melancholisch. Ein Muss für jeden, der mehr lesen will, als lesbische Rosamunde Pilcher Romane.
Rezension von Claudia Delater
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