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Buchvorstellung:   ''... und plötzlich gab es SIE: Coming-out-Erzählungen von Frauen mit heterosexueller Vergangenheit''




''... und plötzlich gab es SIE:
Coming-out-Erzählungen von Frauen mit heterosexueller Vergangenheit''

von Patricia Kay Parker

Broschiert: 168 Seiten
Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (Juli 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837026016
Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 1,4 cm

Website:  www.patricia-kay-parker.de








Klappentext:

... und plötzlich gab es SIE und die Gefühle fuhren Achterbahn. Zugleich das Empfinden, endlich im eigenen Leben angekommen zu sein, wie in keiner heterosexuellen Beziehung zuvor. Doch darf das sein? Wie geht es weiter?

23 Frauen, die zuvor in Hetero-Beziehungen lebten, zum größten Teil Mütter, erzählen ihren Weg des Erkennens ihrer Liebe zu Frauen bis zu ihrem ganz persönlichen Coming-out.

Ein Buch zum Mut machen. Geschichten, die stärken, die Liebe zuzulassen, die neue Lebenssituation anzunehmen und den eigenen Weg zu gehen.



Die Idee zum Buch:

Das Buchprojekt entstand in Zusammenarbeit der Herausgeberin Patricia Kay Parker mit der Onlineplattform IsaRion.com, welche immerhin fast 2000 Mitglieder zählt.

Fast täglich melden sich neue Frauen an, die glücklich und erleichtert sind, diese Seite gefunden zu haben, weil sie feststellen, dass sie mit ihrem Problem und der Lebenssituation nicht alleine sind.

Es sind reifere, „gestandene“ Frauen, die oftmals erst sehr spät die Liebe zu Frauen entdeckt haben bzw. sich erst spät trauen, dazu zu stehen. Sie sind verunsichert, weil ihre Gefühle plötzlich komplett neu sortiert werden müssen. In der „Szene“ fühlen sie sich oftmals unverstanden, weil sie Mütter sind, weil sie heterosexuelle Beziehungen hinter sich haben. Es gibt kaum Seiten im Internet und kaum Literatur zu dieser Thematik.

Dies war unser Motor, das Buchprojekt ins Leben zu rufen.



Leseprobe:

Ilta
38 Jahre
2 Kinder (9 und 12 Jahre)
Freiberufliche Diplompädagogin
und Dramadozentin
Thüringen

In oder Out

Als Teenager entwickelte ich meinen persönlichen Test, der mich eine ganze Weile begleitete: Immer, wenn ich die Befürchtung hatte, dass das Kribbeln, was mich beim Anblick dieses Mädchens oder jener Frau erfüllte, mehr bedeuten könnte als Achtung, Respekt oder Freundschaft, stellte ich mir lebhaft vor, diejenige zu küssen (mit Zungenkuss!).
Solange diese Vorstellung mir Angst machte, mich gar ekelte oder wenigstens Unbehagen bereitete, war alles o. k. – ich war normal. Dass ich im wahrsten Wortsinn noch gar nicht wachgeküsst war und somit das Zungenküssen überhaupt sich für mich nicht wirklich mit Freude verband, kam mir dabei nicht in den Sinn …

Irgendwann versagte dann auch folgerichtig diese „Probe“ und ich erkannte klar, dass ich mich als Frau durchaus auch in Frauen verlieben konnte. Vom sicheren Hafen meiner festen Beziehung zum künftigen Vater meiner Kinder aus ließ sich das ziemlich leicht eingestehen.
In frauenbewegten Seminaren an der Uni holte ich mir das theoretische Rüstzeug, um meine erziehungsmäßig recht konservative Haltung zur Sexualität im Allgemeinen und Konkreten bewusstseinserweiternd zu ändern.

Da ich hoffnungslos monogam sowie sehr loyal und treu bin, spielte sich alles jahrelang nur in der Phantasie oder in Als-ob-Situationen (dem Bereich, wo alles möglich und nichts wirklich ist) ab. So weit, so unbefriedigend …




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